• Ultimate Frisbee beim ASV Köln

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Geschichte

Geschichte der ASV-Frisbeesport-Abteilung „Frühsport 0,2“

1989 war die Jahnwiese in Köln Austragungsort der ersten Club-Weltmeisterschaft im Ultimate Frisbee. Die Ausrichter kamen jedoch aus Essen und legten dennoch dadurch den Grundstein für ein Stück Sportgeschichte. Natürlich wurde schon seit den 1980-er Jahren im Grüngürtel, im Stadtwald oder im Vorgebirgspark Frisbee gespielt, doch meist ohne großen sportlichen Anspruch. Dies änderte sich, als einige engagierte Studenten der Deutschen Sporthochschule Köln den Ausgangspunkt für die Frisbeesport-Abteilung beim ASV bildeten. Die Abteilung wurde 1998 gegründet, begünstigt durch den Umstand, dass auch viele Ultimatespieler zum Studieren in eine weltoffenen Stadt wie Köln kamen und kommen.

Seitdem nehmen regelmäßig Männer-, Frauen- und Mixed-Teams des ASV bei Deutschen Meisterschaften auf Rasen und in der Wintersaison auch in der Halle teil. Das Team „Frühsport 0,2“ des ASV Köln wurde Deutscher Meister im Ultimate Frisbee 2004 und Deutscher Hallen-Meister im Ultimate-Frisbee 2008, das Frauenteam „DOMinas“ gewann die Deutsche Meisterschaft 2012, das Mixed-Team „Frühmix“ wurde 2012 Deutscher Vizemeister. Seit einigen Jahren besteht auch das Juniorenteam der „Frühkids“, das anfangs in der Altersklasse U14, inzwischen U17 spielt.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee 2006 durch das Frisbeesport-Team des ASV Köln. Seither findet jedes Jahr im Sommer ein Ultimate-Einladungsturnier mit weiteren Frisbeesportarten statt: Die "Disc Days Cologne".


Geschichte des Ultimate Frisbee

Die Plastikdisc setzte sich in den 1960er Jahren in den USA durch und hat mittlerweile eine weltweite Anhängerschaft von weit mehr als einer Million Aktiven gewonnen. Das Mannschaftsspiel "Ultimate" wird häufig als Königsdisziplin des Discsports bezeichnet. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Disziplinen für Einzelspieler und Teams, wie Disc-Golf, Double Disc Court, Weitwurf oder Freestyle.

Um vom gewöhnlichen „Hin- und Herwerfen“ der Flugscheibe wegzukommen, entwickelten Studenten in den sechziger Jahren Wettkampfformen, von denen heute noch einige erhalten sind. „Ultimate“ wurde erstmals 1968 in der heutigen Form gespielt und führte an den amerikanischen Universitäten zu massenhaften Clubgründungen. Noch immer stellen die Amerikaner das größte Spielerpotenzial, wobei einige Universitäten mehr als 600 Spieler in bis zu 40 Teams aufweisen. In Deutschland gibt es knapp 2.000 aktive Verbandsmitglieder sowie (geschätzt) mindestens noch einmal so viele nicht registrierte Spieler, die teils leistungsorientiert, teils nur zum Spaß Discsportarten betreiben.

1981 fand die erste Deutsche Meisterschaft im Ultimate in Duisburg statt. Seit 1991 ist Ultimate zusätzlich offizielle Wettkampfdisziplin des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh). An den 14. Ultimate-Weltmeisterschaften im August 2012 im japanischen Sakai nahmen knapp 1.600 aktive Sportler aus 21 Ländern teil. Die fünf besten Nationen plus Gastgeber qualifizierten sich für die World Games 2013 in Cali, Kolumbien. Deutschland war 2001 in Akita und 2005 in Duisburg bei diesen „Spielen der nicht-olympischen Sportarten“ vertreten, ist als sechsbeste Nation weltweit für 2013 jedoch nicht qualifiziert.

Die am zweitstärksten verbreitete Sportart nach Ultimate ist mit heute weltweit etwa 20.000 registrierten Aktiven Disc-Golf. In Anlehnung an das traditionelle Golf wird hierbei mit unterschiedlichen Scheiben auf Körbe anstatt in Löcher gespielt. Ziel ist es, einen Parcours mit möglichst wenigen Würfen zu durchlaufen. Neben den Disc-Golfern verfügen auch die "Beach Ultimater" und die „Freestyler“ über einen eigenen Verband. Weitere Einzeldisziplinen sind Weitwurf (Distance), Zielwurf (Accuracy), sowie verschiedene Arten von Selbstfangwürfen (Self Caught Flight, Maximum Time Aloft, Throw, Run & Catch).