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Dienstag, 31 Juli 2018

Beauty Somuah vom ASV Köln erstmals Deutsche Meisterin

Bwauty Somuah (l.) gewann über 100m U18 ihren ersten Meistertitel - Cynthia Kwofie belegte im gleichen Rennen einen hervorragenden 5. Platz Bwauty Somuah (l.) gewann über 100m U18 ihren ersten Meistertitel - Cynthia Kwofie belegte im gleichen Rennen einen hervorragenden 5. Platz

In Rostock fanden am vergangenen Wochenende die Deutschen Jugendmeisterschaften U18/20 der Leichtathleten statt. Der ASV Köln schickte in diesem Jahr mit acht Einzelstartern und drei Staffeln ein erfreulich großes Team an die Ostsee und konnte mit seinem Abschneiden sehr zufrieden sein. Zwei Medaillen und drei weitere Top-8-Platzierungen war die Ausbeute des Kölner Traditionsvereins.

Überragend war dabei der Sieg von Beauty Somuah in der weiblichen U18. Die Sprinterin, die beim ASV Köln von Tobias Rüttgers betreut wird, zeigte bereits im Vor- und Zwischenlaufen, dass der Sieg nur über sie gehen wird. Dabei war aufgrund des dauerhaften Gegenwinds nicht mit starken Zeiten über die 100m-Strecke zu rechnen. Im Finale spielte Somuah dann aber in 11,91s ihre ganze Klasse aus. Mit einem Respektabstand von 0,16s Sekunden folgte Talea Prepens (TV Cloppenburg) in 12,07s, immerhin die U18-Weltmeisterin über 200m des vergangenen Sommers. Im ASV-Lager konnte man sich aber auch noch über eine zweite Endlaufteilnehmerin freuen. Cynthia Kwofie belegte in 12,29s einen guten fünften Platz. Für Somuah gibt es jetzt eine kleine Trainingspause ehe noch ein weiteres Highlight ansteht. Nach U18-Weltmeisterschaften 2017 in Kenia und einem tollen siebten Rang bei den U18-Europameisterschaften vor drei Wochen in Ungarn darf sich die gerade 17-jährige noch über einen weiteren internationalen Wettkampf freuen. Anfang Oktober finden die Youth-Olympic-Games in Buenos Aires (Argentinien) statt. Die ASV-Sprinterin wird hier vom Leichtathletik-Verband vorgeschlagen und der Deutsche Olympische Sportbund wird am 14. August endgültig über die Nominierung entscheiden. Somuah war nach Ihrem Erfolg von Rostock dementsprechend auch zufrieden: „Rostock war mein erster Deutscher Meistertitel. Mit diesem Titel, dem Endlauf bei der EM in Ungarn und hoffentlich der Nominierung für Buenos Aires habe ich dann 2018 all meine Ziele erreicht. Es waren viele, harte Wettkämpfe und ich freue mich jetzt zunächst einmal über ein wenig Pause.“ Ganz Pause hatten Samuah und Kwofie nach dem 100m-Finale am Samstag aber noch nicht. Sonntag traten sie zusammen mit Linda Buschke (Finale Nele Gudermann) und Julia Kaus noch in der 4x100m-Staffel an und konnten hier in 48,09s den vierten Platz im B-Finale erreichen.

Joshua Hartmann wird Vizemeister

Dass auch schnelle Jungs aus Köln kommen, konnte Joshua Hartmann bereits am Freitag zeigen. Nach seiner WM-Qualifikation über 400m (46,96s) und dem neuen Vereinsrekord über 200m (21,20s) stellte er sich dieses Mal über 100m der Konkurrenz. Hartmann gelang es aber hier ganz gut die Kurzsprinter zu ärgern. 10,71s bedeuteten die Silbermedaille hinter Yacouba Pfälzner (10,68s, SCC Berlin). Keine schnellen Zeiten, aber wenn man in die Ergebnisliste schaut, sieht man, dass den Sprintern ein heftiger Gegenwind von 4,8m/s ins Gesicht blies. Im Endlauf von Rostock schlug Hartmann drei der vier Starter aus der Bronzestaffel der U20-WM von vor zwei Wochen. Auf die Jagd nach einer guten Zeit kann sich Hartmann aber kommende Woche noch einmal begeben, wenn er im Berliner Olympiastadion im Rahmen eines Länderkampfs die Deutschen Farben über 100m vertritt.

Aber auch die Langsprinter wussten in Rostock zu gefallen. Linda Buschke lief sich in guten 57,05s ins Finale der besten U20-Langsprinterinnen. Der Finalstart hing etwas am seidenen Faden, da sich Buschke im Staffelvorlauf Sonntagmorgen leicht verletzte. Dennoch biss sie sich eine Stunde später mit einem vorsichtigen Beginn auf der Stadionrunde in 57,42s durch und konnte einen guten siebten Rang erzielen. Nele Gudermann war über 400m Hürden in der weiblichen Jugend U18 mit einer Bestzeit von 65,02s angereist. Im Vorlauf pulverisierte Gudermann diese Zeit auf hervorragende 63,71s und qualifizierte sich für das B-Finale. Am Samstag konnte sie dann noch einen draufsetzen und steigerte sich noch einmal auf sensationelle 63,27s und wurde hier zweite. Nicht ganz so glücklich war Daniel Nogues-Kollert über 400m-Hürden der männlichen U20. In 56,72s blieb er nach einem technischen Fehler auf der Gegengerade etwas unter seinen Möglichkeiten. Jonathan Warton konnte mit 23,37s über 200m der  U18 bei seinem ersten DM-Einzelstart zufrieden sein. Ebenfalls einen Einzelstart absolvierte David Salama über 400m der U18 in genau 52,00s.

Parallel zu den Jugendmeisterschaften werden traditionell die Langstaffel-Meisterschaften der Männer und Frauen über die Mittelstrecken ausgetragen. Das Niveau bei den Frauen war in diesem Jahr außerordentlich hoch so dass die ASV-Frauen trotz einer sehr guten Zeit von 6:30,72min „nur“ den fünften Rang in der Besetzung Sarah Schmitz, Vera Coutellier und Christina Zwirner erzielten. Die zweite Staffel konnte mit Kim Uhlendorf, Inken Terjung und Hannah Steinbuch in 6:53,01min auf Rang elf ebenfalls überzeugen.

Nach all diesen Ergebnissen war das Fazit des sportlichen Leiters der Leichtathletik-Abteilung, Tobias Rüttgers, dann nach dem Wochenende auch entsprechend positiv: „Wir waren in diesem Jahr mit einer erfreulich großen Gruppe in Rostock und konnten unter dem Strich absolut überzeugen. Dass die Jugend beim ASV Köln wieder so stark ist, ist das Ergebnis einer jahrelangen konsequenten Aufbauarbeit und macht uns sehr stolz.“

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