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Donnerstag, 30 Juni 2016

Bootcamp-Tagebucheintrag Nr. 3 von KÖLNSPORT-Redakteur Stefan Kühlborn

Ziehen gemeinsam an einem Strang…ähm Bus: Die ASV-Fitnesscoaches Nora und Till machen die Teilnehmer im Bootcamp richtig fit und helfen beim Erreichen persönlicher Ziele Ziehen gemeinsam an einem Strang…ähm Bus: Die ASV-Fitnesscoaches Nora und Till machen die Teilnehmer im Bootcamp richtig fit und helfen beim Erreichen persönlicher Ziele Stephan Ehritt

Acht Wochen lang nimmt KÖLNSPORT-Redakteur Stefan Kühlborn am Bootcamp des ASV Köln teil, um seine Fitness zu verbessern.  Regelmäßig schildert er an dieser Stelle seine Erlebnisse und Erfahrungen rund um das knallharte Trainingsprogramm. Ganz nach dem Motto: HEUL LEISE!

 

Ein Trainer ist eine Person, die Fähigkeiten vermittelt und Menschen oder Tiere auf einen Job, eine Aktivität oder eine Sportart vorbereitet – so lautet die offizielle Definition aus dem Cambridge Dictionary. So knapp, so gut. Doch was ist ein Bootcamp-Trainer und vor allem: was zeichnet ihn oder sie aus? Ich persönlich habe mir diese Frage auch gestellt, bevor ich die Geschäftsstelle des ASV Köln betreten habe, um mich für das achtwöchige Fitnessprogramm anzumelden. Was erwartet mich?

Als großer Kinofan ist mein Verständnis vom Bootcamp natürlich durch Hollywood geprägt. Ein schreiender, schlecht gelaunter Armee-Sergeant, der seine Untergebenen nach Herzenslust anschreit und beleidigt, während diese – im strömenden Regen und völlig außer Kräften – in voller Armee-Montur durch den Schlamm robben. Aber auch das Bild von Ewald Lienen will mir einfach nicht aus dem Kopf gehen. Als Trainer des 1. FC Köln leitete Lienen einmal an Karneval eine Trainingseinheit in einem ganz besonderen Outfit. Wie Napoleon schritt der Ostwestfale über das Trainingsgelände. Auf seinem T-Shirt war zu lesen: „Ich Chef, Du nix!“

Für mich als Kriegsdienstverweigerer und überzeugter Zivi eine gar nicht mal so verlockende Vorstellung. Das mit dem Armee-Ausbilder und Ewald Lienen! Doch statt auf Kriegsfuß mit Major Payne zu gehen (super Film übrigens!), erlebe ich beim ASV in der nunmehr vierten Trainingswoche einen anderen Ansatz, der mir persönlich auch deutlich besser gefällt. „Die Intention des Bootcamps ist es, Abwechslung zum normalen Training zu schaffen und den Teamgedanken unserer Mitglieder zu stärken“, erklärt Fitness-Coach Till.

Gefällt mir. Frei nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Denn Leiden ist für meine Mitstreiter und mich während unserer Trainingseinheiten noch immer kein Fremdwort. Doch mit einem Lächeln auf den Lippen geht doch gleich alles viel besser von der Hand.

Achso, ja nee ist klar. Auch wenn uns ab und an zwischen Bearwalk, Liegestützen und Kniebeugen das Lächeln gefriert – unsere Coaches sind mit Spaß und positiven Emotionen bei der Sache. „Es würde auch nicht zu mir passen, wenn ich euch anschreien würde. Das wäre nicht ich“, sagt Nora. Gleiches gilt für Till, der davon überzeugt ist: „Es bringt viel mehr, wenn die Ansprache positiv ist. So kann man die letzte Motivation besser rauskitzeln, als wenn wir euch niedermachen. An die Grenzen kommt man auch so.“

„Hindernislauf-EM statt Tough Mudder“
Und mit sportlichen Grenzerfahrung kennt sich der studierte Fitness-Coach und Ernährungsberater bestens aus. Denn Tills großes Hobby lautet: Hindernislauf. Wer jetzt an die – bei immer mehr Hobby-Extremsportlern beliebten – Tough-Mudder-Läufe denkt, die aktuell zwischen Nürburgring und dem Flughafengelände in Weeze wie Pilze aus dem Boden sprießen, der ist auf dem Holzweg.

„Beim Hindernislauf geht es noch eine Nummer härter zu“, sagt Till. Er muss es wissen. Bei der Europameisterschaft im Hindernislauf erkämpfte er sich einen starken 50. Platz! Als einer der wenigen der insgesamt 149 Männer, die am Elite Run der OCR European Championships in den Niederladen teilnahmen, durfte Till sein blaues Band behalten. Denn nur wer alle (!!!) Hindernisse auf dem 16 Kilometer langen Parkour auch tatsächlich überwinden konnte, der war vor den Scheren der Streckenposten sicher, die allen anderen die Bändchen durchtrennten.

Ehrensache, dass Till sein Bändchen natürlich auch als „Vorturner“ im Bootcamp am Handgelenk trägt. Hat er sich ja auch verdient. In Sachen Widerstandsfähigkeit, Hartnäckigkeit, Durchhaltevermögen und nicht zuletzt Fitness können wir von unserem Coach also noch eine Menge lernen. Zum Beispiel auch, wie man sich trotz härtesten Widerstände durchboxt.

Fitness-Bootcamp beim ASV Köln

Die perfekte Vorbereitung auf das Bootcamp: ASV-Coach Till bei der Europameisterschaft im Hindernislauf. Das blaue Bändchen durfte er behalten
Foto: privat

Gleiches gilt natürlich auch für Nora, der in Sachen „Durchboxen“ wohl auch niemand so schnell etwas vormacht. Gerade beim ASV, wo die 22-Jährige zunächst ein Praktikum absolvierte und anschließend ein duales Studium im Bereich Sportökonomie begann. Mit beidem betrat sie im Verein Neuland.

Trotz allem persönlichen „Durchboxen“ gilt aber auch für Nora: „Beim Bootcamp soll gerne jeder an seine Grenze gehen, aber nicht darüber hinaus. Darum sind die verschiedenen Leistungsstufen im Training optimal, so bleibt jeder in Bewegung. Wichtig ist, dass ihr lernt auf euren Körper zu hören.“

Diesen Rat werde ich nun gerne folgen. Statt es mir auf der Couch gemütlich zu machen, ziehe ich mir die Laufschuhe an und genieße das Gefühl sportlicher Betätigung. Denn die ersten Wochen im Bootcamp machen sich auf jeden Fall schon bemerkbar. Schwere Beine habe ich zwar noch immer nach jeder Einheit, doch ich habe schneller das Gefühl, wieder voll leistungsfähig zu sein. Und vor allem: Ich habe richtig Bock auf Bewegung. Dank Nora, dank Till, dank dem Bootcamp.

In diesem Sinne,

HEULT LEISE!

Stefan Kühlborn

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